Grauer Star Operation

Grauer Star zählt zu den häufigsten Augenerkrankungen im Alter. Eine Grauer Star Operation und deren entsprechende Nachbehandlung ermöglichen jedoch, dass die Patienten einen Teil oder sogar die volle ursprüngliche Sehleistung wiedererlangen. Die Erfolgsrate liegt hier bei 90 Prozent aller Patienten. 

Die Grauer Star Operation  

Die sogenannte Kataraktoperation zählt zu den häufigsten am Auge durchgeführten Operationen. In Deutschland werden jährlich ca. 600.000 dieser Operationen durchgeführt. Weltweit liegt die Operationsrate bei mehr als 100 Millionen. In der Regel kann die Operation ambulant und mit örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Die Dauer beträgt dabei im Schnitt 20 Minuten. Da der Eingriff mit einem Operationsmikroskop durchgeführt wird, zählt er zu den mikrochirurgischen Operationen. Durchgeführt wird der Eingriff in Krankenhäusern oder Augenarztpraxen. Da der graue Star in der Regel beidseitig auftritt, wird zuerst nur ein Auge operiert. Ein zweiter Eingriff erfolgt nach vollständigem Ausheilen der ersten Operation.  

Ziel der Operation ist die Entfernung der trüben Linse, welche anschließend durch eine künstliche Intraokularlinse ersetzt wird. Moderne Operationstechniken ermöglichen sogar nur die Entfernung von Teilen der Linse. In der Regel verbleiben hier die hintere und die seitliche Linsenkapsel im Auge.  

Da die sogenannte Intraokularlinse die entfernte Linse ersetzt, sollte diese auch die entsprechende Brechkraft besitzen. Berechnet wird die passende Linsenstärke durch Messung der Augenlänge mittels Ultraschallgerät. Gleichzeitig wird die Brechkraft der Hornhaut des Patienten bestimmt. Die eingesetzte Linse verbleibt nach der Operation lebenslang im Auge. Ein späterer Austausch oder die Entfernung ist in der Regel nicht nötig.   

Die verwendeten Kunstlinsen

Die verwendeten Kunstlinsen können aus unterschiedlichsten Materialen bestehen. Silikon und Acryl spielen dabei jedoch eine wichtige Rolle, da diese Materialien im gefalteten Zustand eingesetzt werden können. Später entfalten sie sich selber. Zudem werden die Linsen nach dem Implantationsort unterschieden: Vorderkammerlinsen, Hinterkammerlinsen, Irisgetragene Linsen. Letztere werden bei Operationen in Deutschland nicht mehr verwendet, da ein hohes Risiko der Hornhautverletzung besteht.   

Die sogenannten Kunstlinsen können verschiedene Eigenschaften besitzen, welche die neue Sehkraft der Patienten konkret unterstützt. Dabei wird zwischen Monofokallinsen und Multifokallinsen unterschieden. Monofokallinsen besitzen z. B. einen Brennpunkt, welcher den Patienten entweder in der Ferne oder in der Nähe scharf sehen lässt. Die Linse ähnelt dabei einer normalen Brille. Bei der jeweiligen Entscheidung werden die Wünsche des Patienten berücksichtigt.  Multifokallinsen ermöglichen hingegen eine gute Sehschärfe für Ferne und Nähe. In der Regel müssen die Patienten nach der Operation keine Brille mehr tragen.   

Wann ist eine Operation nötig?  

Ob eine Grauer Star Operation nötig ist, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Einer davon ist die Beeinträchtigung des Patienten in Alltag und Berufsleben. Da sich das Sehvermögen stetig verschlechtern kann, müssen z. B. Autofahrer regelmäßige Sehtests absolvieren. Weitere Faktoren bei der Festsetzung des Operationszeitpunktes sind bestimmte Anforderungen des Arbeitgebers bezüglich der Sehleistung. Dies betrifft vor allem Sportler, Piloten oder Berufskraftfahrer. In diesen Fällen wird die Operation schon in einem Frühstadium der Erkrankung durchgeführt. Nachsorge  

Nach dem Eingriff wird das operierte Auge mit einem speziellen Salbenverband abgedeckt. Treten während des Überwachungszeitraums keine Komplikationen auf, darf der Patient nach wenigen Stunden nach Hause. In den folgenden Wochen sind jedoch regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei dem behandelnden Arzt von Nöten.

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